Kategorie-Archiv: Portrait

Liquid-Eye / Lichtkunst

Es ist mir ein Freude euch heute von meinen frühen Erfahrungen mit Licht und Kunst zu berichten.

Ende der 1980er Jahre waren wir unter dem Namen Liquid-Eye, bewaffnet mit Beamer,Videorekorder,Kassetten und Mischpult, in den Clubs der Republik unterwegs und bebilderten die Musik der DJs.

Schöne Zeiten waren es. Grüße gehen Raus an Morty!

Hier eine Schematische Darstellung
Schema

Link: Liquid Eye

Straßenlaternen Frankfurter Allee

Schön sind sie ja, finde ich.

Strassenlaterne Frankfurter Allee
Foto 01

Strassenlaterne Frankfurter Allee
Foto 02

Strassenlaterne Frankfurter Allee
Foto 03

Am Großteil der Straßenlaternen in der Karl-Marx-Allee nagt der Zahn der Zeit. Jetzt erhält die Straße Ersatz.

Die Karl-Marx-Allee, eine der wichtigsten Straßen Berlins, erhält neue Kandelaber. Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, begutachtete jetzt bei einer Ortsbesichtigung den Prototyp einer neuen Leuchte. Dieser Prototyp entspricht den alten Vorbildern und den Vorgaben der zuständigen Fachleute in der Senatsverwaltung, deshalb wurde der Prototyp umgehend von der Senatorin “freigegeben” und kann jetzt produziert werden.

Die in den 50er Jahren errichtete, historische, denkmalgeschützte Straßenbeleuchtung in der Karl- Marx-Allee wird im kommenden Jahr erneuert.

Die 205 Zweifach- und 10 Vierfachkandelaber werden auf einer Länge von 2,3 km demontiert und durch formgetreue Neubauten an den vorhandenen Standorten ersetzt.

Quelle: berlin-magazin.info

Links:berlin-magazin.info Wikipedia

Kleine Lichtwelten ganz groß: Beli-Beco

Bei meiner Suche nach interessanten Themen bin ich auf Beli-Beco gestoßen. Es kam mir vor, als schaute ich mich auf einer Hompage unserer Konkurrenz aus dem Lande Liliput um.

Die Firma produziert und vertreibt seit Jahrzenten ausschließlich Laternen und Leuchten für den Modellbau. Sie haben sogar Stücke aus echtem Messing im Programm, ich werde mir mal ein Muster bestellen und ein Bild hier im Blog veröffentlichen.

Beli-Beco

Beli-Beco

    Die Geschichte

1927
Der Grundstein für das heutige Unternehmen wurde eher zufällig gelegt: In Feucht bastelt Betty Spath in ihrer Freizeit hochwertige Puppenlampen, die ihr Mann Paul als Handlungsreisender verkauft. Das Sortiment umfasst: 2 Produkte. Somit wird aus einem Hobby ein Geschäftszweig. Eines der beiden „Ur-Produkte“ befindet sich, leicht modifiziert, auch heute noch im Beli-Beco Sortiment (Artikel-Nr. 2 / 138).

Beli-Beco

1955
Die Produktion von Puppenlampen wird stetig gesteigert. Auf Anregung eines Kunden werden schließlich auch Eisenbahnlampen ins Sortiment aufgenommen. Hans und Hermine Liebl übernehmen in diesem Jahr das Geschäft und bauen das Sortiment kontinuierlich aus. Das Unternehmen nennt sich ab jetzt „Beleuchtungs Liebl“.

Beli-Beco

1973
Die positive Geschäftsentwicklung hält auch weiterhin an. Mit der Übernahme der Nürnberger Firma Bering & Co kann jetzt auch Bastelzubehör angeboten werden. Ebenfalls fließt das Know-How von selbstgewickelten Motoren in die zukünftige Produktion mit ein. So können ab diesem Zeitpunkt nicht nur verschiedene Beleuchtungstechniken für Modelleisenbahnen und Puppenhäuser geliefert werden, sondern auch das notwendige Zubehör für deren Anschlüsse.

Beli-Beco

2003
Seit Anfang 2003 wird das Familienunternehmen von Rosi Bräuer, der Tochter von Hans Liebl, geleitet. Seit 1973 bereits bei Beli-Beco tätig, wird sie das Sortiment auch zukünftig erweitern und ausbauen. Beli-Beco geht unter ihrer Führung online.

Also ich finde Miniaturen in ihren vielfältigen Erscheinungsformen faszinierend und freue mich, Ihnen diese Firma vorstellen zu dürfen.

Links: Beli-Beco

Die glühende Skulptur

Der Glasbildner Dylan Kehde Roelofs entwirft „Lampen für´s Leben. Wiederverschließbares, handgemachtes und einzigartiges Licht“ – so verkündet es seine Webseite.

Für Roelof selbst offenbaren sich in den einzigartigen Körpern seiner Arbeiten neue, unbekannte Landschaften, angesiedelt zwischen den Tälern althergebrachten Klischees und den Gipfeln von Lichtdesign, kunstvoller Glasbläserei und Glasbildnerei. Er beschwört die Poesie des Glühfadens, die lustvolle Interaktion des glühenden Bogens mit seiner phantastischen Vakuumhülle. Wie wünscht ich mir, ein Glühfaden zu sein….

Dylan Roelofs
Titel: The Orb II; Quelle: Dylan Roelofs / incandescentsculpture.com

Auch dem Neonröhren und Halogenspots gewöhnten Normalsterblichen führen seine bemerkenswerten Arbeiten vor Augen, wie warm und schmeichlerisch die Umarmung von Licht sein kann. Die Glühbirne in ihrer ganzen gestalterischen Freiheit, im Spiel mit Licht und Schatten, Form und Komposition, macht die Lampe, die sich durch Schirme oder Arme definiert, überflüssig. Roelof beschreibt die übliche Glühbirne als eine monokulturelle, trostlose, allgegenwärtige und doch dem Aussterben geweihte Form. Und dieser haucht er im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz eigenes, neues Leben ein.

Dylan Roelofs
Titel: The Antibulb; Quelle: Dylan Roelofs / incandescentsculpture.com

Alle seine Glühbirnen können nach dem Ausbrennen gegen eine Schutzgebühr neu aufgefüllt, verkabelt und hermetisch wiederverschlossen zu werden.

Eine weitere seiner Leidenschaften sind die gläsernen Utensilien für chemische Apparaturen. Wer immer grüne Drachen erlegen, Geheimtränke destillieren oder ein komplettes Labor einrichten will – alle vorstellbaren Glasbehältnisse vom Destillierkolben bis zu Retorte werden nach Maß hergestellt oder sind standardmäßig vorrätig.
Feine, handgeblasene Flakons, zur Aufbewahrung von Parfum und Zaubertränken und in limitierter Auflage, stehen am Ende dieser abenteuerlichen Produktionskette. Roelof bietet zusätzlich fachliche Beratung in Fragen zur Geschichte chemischen Instrumentariums und alchemistischer Prozesse.

Dylan Roelofs
Titel: Zoom! Bang! Straight to the Moon!; Quelle: Dylan Roelofs / incandescentsculpture.com

Roelofs Glasarbeiten sind weltweit in Sammlungen verreten.

Links:

Sie leuchtet und leuchtet und leuchtet …

Das Centennial Light in der Feuerwache von Livermore wird vom Hauch der Unendlichkeit umweht – im Jahr 2001 feierte es seinen 100. Geburtstag und erhielt zu diesem Anlass sogar eine persönliche Glückwunschkarte von US-Präsident George W. Bush. Seit 1901 leuchtet es nahezu ununterbrochen.

hundertjähriges Licht
Das Centennial Light im Einsatz
Quelle: Wikipedia

Der Glücksbringer von Livermore
Dennis Bernal schenkte diese Glühbirne nach dem Verkauf seiner Livermore Power and Water Company im Jahr 1901 der Feuerwache von Livermore, so seine Tochter Mrs. Zylpha Bernal Beck. Nur für kurze Augenblicke glühte das Centennial Light seither nicht – und hier handelte es sich stets um Stromausfälle oder Ortswechsel. So heißt es, die Lampe sei innerhalb der Feuerwache mehrfach umgezogen. Zunächst beleuchtete sie lange Zeit das Schlauchwagenhaus, im Folgenden eine Werkstatt im Zentrum von Livermore.

Wegen eines Umzugs der Feuerwache im Jahr 1976 wurde die Lampe in einer eigens gefertigten, wattierten Box und mit Polizeieskorte zu ihrem neuen Einsatzort transportiert. Auf dem nur 10minütigen Weg sollte jede mögliche Beschädigung des Wahrzeichens unbedingt verhindert werden. Steve Dunn, der Betreuer der Webseite der Centennial (www.centennialbulb.org), erinnert sich noch heute mit Schrecken an den dunklen Moment, an dem ein Elektriker die Lampe in dem neuen Gebäude in die Fassung drehte – und der Raum in Dunkelheit verblieb. Zum Glück aber handelte es sich nur um einen Wackelkontakt, und nun erhellt der Glücksbringer seit dem Umzug schon weitere 30 Jahre die Feuerwache von Livermore.

Auch außerhalb Livermores gelangte das Centennial Light, vor allem durch verschiedene Fernsehberichte, in den gesamten Vereinigten Staaten zu Berühmtheit. Die Webseite www.centennialbulb.org, betrieben durch das Centennial Light Bulb Committee, trägt zusätzlich zur Popularität der Lampe bei. Eine Webcam erlaubt dem interessierten Zuschauer außerdem Einblicke in ihre unerschütterliche Arbeitsmoral.

Und in Zukunft?
Größter Wunsch des Livermore-Pleasonton Fire Departments ist es nun natürlich, dass die Lampe so lange wie möglich ihr warmes Licht in der Feuerwache verbreitet. Für den Fall, dass sie dann doch eines möglichst fernen Tages abberufen wird, hat bereits Ripley’s Believe It or Not!, das eine große Anzahl von Museen betreibt, Interesse an dem Stück gezeigt.

Links
Seite der Lampe
Videobericht bei USAToday

Kaiser Idell


Kaiser Idell

Das Konzept
Der Name “idell” wurde möglicherweise von “Idee“ und “Dell” abgeleitet. Ab 1934 entstand in Zusammenarbeit von Christian Dell und der Lampenfabrik Gebr. Kaiser & Co. in Neheim das Arbeitsleuchtenkonzept „KAISERidell“, dem nur wenige, wesentliche Bauelemente zu Grunde liegen. Die Entwicklung folgte schon damals dem heute gebräuchlichen Satz „Form follows function“, und die Kaiser-idell überzeugt deshalb besonders durch ihre formale Geschlossenheit. Seit ihrer Markteinführung im Jahr 1935 gilt sie als außergewöhnlich gelungene Synthese von ästhetischer und technischer Vollendung. Das stromlinienförmige Design erwies sich als zeitlos schön und hat im Laufe der Jahrzehnte nicht an Aktualität verloren.

Dell entwickelte aus dem Grundmodell „idell“ eine komplette Serie von Arbeitsleuchten, die den unterschiedlichsten funktionalen Anforderungen genügen sollte: Neben der „Tischleuchte mit Sockelplatte“ entstanden, zusätzlich zu zweiflammigen Modellen, auch Klemmleuchten mit verschiedensten Befestigungsmodulen, Pendelleuchten mit variablen Schirmgrößen und Scherenleuchten mit Wandbefestigung.

Gestalterische und funktionale Merkmale
Bestimmendes gemeinsames Merkmal aller Modelle ist der aus Stahlblech gefertigte asymmetrisch-runde Lampenschirm mit einem Durchmesser von 28,5 cm, dessen harmonische Form sich im Leuchtenarm wiederfindet. In die ebenfalls aus Metall gefertigte Fassungstülle ist der Schriftzug „ORIGINAL KAISERidell“ geprägt. Die runde Form des Schirms und seine weiße Innenlackierung ermöglichen eine optimale Lichtstreuung. Ursprünglich wurde die Kaiser-Idell in den Originalfarben Schwarz, Schwarzgrün und Elfenbein angeboten. Die Schirme wurden von Hand nasslackiert. Weitere Farben kamen erst ab der fünfziger Jahre hinzu.

Kaiser Idell

Auch die Gelenke der idell sind in Form und Funktion einzigartig und ein wesentliches Merkmal dieser Leuchte. So ist zum Beispiel der Lampenschirm durch ein Kugelgelenk mit dem Leuchtenarm verbunden ; ein Erkennungsmerkmal, dass zu der damaligen Zeit bei keiner anderen Leuchte zu finden war. Das Kabel wird durch die Kugel geführt, um Abschleifungen zu vermeiden. Ganz besonders besticht auch die Anschraubklemme des unteren Kippgelenks, das den Leuchtenarm fixiert: Sie vermittelt optisch einen ebenso eleganten wie robusten Eindruck. Insgesamt zeichnen sich die gestalterisch schlicht gehaltenen Gelenke durch eine ungewöhnliche Flexibilität aus und ermöglichen den außergewöhnlich varationsreichen Einsatz der idell.

Kaiser Idell

Der Leuchtenarm besteht aus handpoliertem Messing. Nach der sorgfältigen Silberverlötung mit den Gelenkteilen wird er im abschließenden Arbeitsgang hochwertig verchromt, ebenso wie sämtliche Gelenke und Verschraubungen der idell.

Kaiser Idell

Aus poliertem und verchromtem Messing besteht auch der Dekorring des runden Leuchtenfußes. Dessen innenliegende Gussplatte gewährleistet die hervorragende Standfestigkeit der idell und vervollkommnet ihr optisches Gesamtbild. Bei einem Gesamtgewicht der idell von ca. 4 Kilo schützt eine dicke Filzschicht unter der Grundplatte des Fußes empfindliche Stellflächen.

In der Lampenfabrik Gebr. Kaiser & Co. wurden die Leuchten fast 50 Jahre lang (bis 1980) in Handarbeit hergestellt. Schriftliche Unterlagen zum Entwicklungs- und Produktionsprozess der idell bei Kaiser & Co. existieren heute nicht mehr, weshalb auch die genauen Verkaufszahlen unbekannt sind. Die idell-Leuchten sind inzwischen begehrte Sammlerstücke. Mit viel Glück findet man sie heute vereinzelt noch auf Flohmärkten oder Internetauktionen.

Kommissarleuchte

Weitere Fotos:
flickr

Christian Dell


Christian Dell

Christian Dell

Quelle: wikipedia.de

Christian Dell wurde 1893 in Offenbach am Main geboren. Von 1907 bis 1911 ließ er sich bei J. D. Schleißner in Hanau zum Silberschmied ausbilden. Parallel zu dieser handwerlichen Ausbildung besuchte er die Zeichenakademie Hanau. Er vollendete seine Ausbildung 1912 bis 1913 als Student Henry van de Veldes an der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar.

Von 1918 bis 1920 arbeitete er als Geselle und Silberschmiedemeister für Hestermann & Ernst in München und ging anschließend in die Silberschmiede Emil Lettrés in Berlin. Anschließend kehrte er nochmals für ein Jahr an die Zeichenakademie Hanau zurück.

Im Anschluss an seinen Militärdienst war er von 1922 bis 1925, in enger Zusammenarbeit mit László Moholy-Nagy, Werkmeister der Metallwerkstatt am Bauhaus Weimar. Schon in dieser Zeit entstanden viele Entwürfe für Büro- und Arbeitsleuchten aus Metall, die von überflüssigen Schnörkeln befreit waren. 1926 wurde ihm die Leitung der Metallwerkstatt der Frankfurter Kunstschule übertragen, und Dell entwickelt die Tischlampe „Rondella-Polo“ und die Idee zum multifunktionalen System der „Idell“-Serie. Zum Ende des Jahrzents begann Dell, Harnstoffharze (Aminoplaste) und Bakelit zu nutzen. Nicht zuletzt die neuartige Verwendung bekannter Werkstoffe macht ihn zu einem Vorreiter des Kuntstoffdesigns.

Seine akademische Laufbahn wurde 1933 jäh durch seine von den Nationalsozialisten veranlasste Entlassung aus der Kunstschule beendet. Trotz mehrerer Angebote von Walter Gropius, in die USA zu emigrieren, entschied sich Dell dafür, in Deutschland zu bleiben. Er intensivierte seine Arbeit an Beleuchtungskörpern, die er nun unter anderem auch für die Lampenfabrik Gebr. Kaiser & Co. in Neheim-Hülsten entwarf. Auch die Firmen Rondella und Koranda, später gefolgt von Bünte & Remmler, starteten mit der Massenproduktion seiner Leuchten.

Christian Dell kehrte in späteren Jahren zu seinen handwerklichen Wurzeln zurück, um Silberwaren herzustellen und ein Juweliergeschäft aufzubauen, das er von 1948 bis 1955 in Wiesbaden führte. Seinen Lebensabend verbrachte er bis zu seinem Tode im Jahr 1974 in privater Zurückgezogenheit.